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»Sturmträume« kennen lernen und gewinnen
Freitag, 23. Oktober 2009 // Fantasy
Mit »Sturmträume« hat die Autorin Nicole Schuhmacher ein beeindruckendes Romandebut vorgelegt, das mit einer eigenwilligen Heldin und einem erfrischend neuen Weltentwurf punktet. Im Interview hat uns Nicole darüber berichtet, wie ihr Roman entstand, was ihr Rollenspielkollege Markus Heitz damit zu tun hat, und welche Figuren sich beim Schreiben beinahe selbstständig gemacht hätten...
Wenn ihr neugierig geworden seid, und »Sturmträume« kennen lernen wollt, beteiligt euch an unserem Gewinnspiel! Dazu müsst ihr einfach die folgende Frage beantworten: Wie heißt die Heldin im Roman »Sturmträume«? Schickt uns eure Lösungen bis zum 31. Oktober. Unter allen Einsendern verlosen wir 3x den Roman von Nicole Schuhmacher.
Im Interview: Nicole Schuhmacher
Liebe Frau Schuhmacher, Markus Heitz sagt über ihren Roman Sturmträume: „So muss Fantasy sein – immer neu.“
Was erwartet die Leser in »Sturmträume«? Was ist anders als bei anderer Fantasy?
Nicole Schuhmacher: »Sturmträume« dreht sich um die junge Rika, die durch einen brutalen Überfall ihre Familie verliert und nun alles daran setzt, deren Mörder zur Strecke zu bringen. Dabei gewinnt sie nicht nur die Sympathien eines Kaufmannssohns und eines nicht-menschlichen Soldaten, sie entdeckt zudem einen Ort voller verbotener Dinge und muss schließlich feststellen, dass sie auch die Unterstützung des nicht sonderlich beliebten Sturmgotts genießt, was ihr Leben erneut völlig auf den Kopf stellt.
Was bei »Sturmträume« nun anders ist als bei anderer Fantasy... diese Frage zu beantworten ist für mich gar nicht so einfach! Aufgrund der Dreifach-'Belastung' durch Beruf, Familie und Schreiben habe ich nicht mehr so viel Zeit zum Lesen wie zum Beispiel vor zwanzig Jahren. Aber in »Sturmträume« gibt es weder die klassische Einteilung in 'Gut' und 'Böse' noch spielen bekannte Fantasy-Rassen eine Rolle. Orks, Elfen, Zwerge, Trolle, Drachen, Untote... sie alle tauchen in diesem Roman nicht auf. Dafür gibt es eine Mixtur aus Magie und Technik.
Rika Robertstochter ist eine 16-jährige, die Rache sucht. Was hat Sie bewogen, ein kriegerisches junges Mädchen in das Zentrum Ihres Romans zu stellen?
Nicole Schuhmacher: Von jungen Männern erwartet man, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Wieso sollte sich ein Mädchen dann einfach so in ihr Schicksal ergeben? Rika ist zwar eine Klosterschülerin, aber sie stammt aus einer Bauernfamilie und ist das Anpacken gewohnt. So beschließt sie, sich nach alldem, was ihr widerfahren ist, für sich selbst, ihre Umgebung und ihre Freunde einzusetzen. Als ich in Rikas Alter war, habe ich mir auch nicht alles gefallen lassen, und ihren heißen, wütenden Zorn kenne ich nur allzu gut... so fiel es mir relativ einfach, mich mit ihr zu identifizieren.
Gibt es neben Rika eine Figur in »Sturmträume«, die Ihnen besonders viel Spaß zu schreiben gemacht hat? Oder eine, mit der Sie Schwierigkeiten hatten?
Nicole Schuhmacher: Beides, und dabei handelt es sich auch noch um die gleiche Figur. Shoran, der vierarmige Soldat, begann seine Karriere eigentlich als Statist in einer Kampfszene. Dass er sich plötzlich in Rikas Geschichte hineindrängte, war überhaupt nicht vorgesehen! Aber er hatte seinen eigenen Kopf, was sich prima in die Geschehnisse integrieren ließ, und so ließ ich Shoran gewähren :-). Natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, denn auch wenn ich der Emanzipation von Romanfiguren an sich nicht abgeneigt bin, sollte man nie vergessen, wer eigentlich die Finger auf der Tastatur hat...
Wie lange schreiben Sie schon? Ist »Sturmträume« Ihr erster Roman? Und wie sehen Ihre nächsten Pläne aus?
Nicole Schuhmacher: Geschrieben habe ich schon zu Schulzeiten, auch wenn damals nur meine MitschülerInnen unter meiner Vorstellungskraft zu leiden hatten. Später verfasste ich Rezensionen für diverse Fantastik-Magazine und Fanzines, aber Geschichten schrieb ich fast ausschließlich für mich selbst - in Ausnahmefällen auch noch für meinen engsten Freundeskreis. Hätte mein langjähriger Mit-Rollenspieler - und später Vollzeit-Autor - Markus Heitz nicht immer wieder versucht, mich zum Veröffentlichen meiner Geschichten zu animieren, hätten die Fragmente von »Sturmträume« ihre elektronische Schublade sicher niemals verlassen. Zwar gab es bereits eine Kooperation zwischen Markus und mir im Rahmen seiner Zwerge-Solorollenspielbücher, aber mit einer in meiner eigenen Fantasywelt entwickelten Geschichte in Romanlänge an die Öffentlichkeit zu gehen war etwas völlig anderes, viel Intimeres. Nun, irgendwann habe ich die Waffen gestreckt und das »Sturmträume«-Manuskript eingesandt... und ich war völlig aus dem Häuschen, als ich die Nachricht erhielt, dass der Heyne-Verlag es gerne veröffentlichen wollte!
Meine nächsten Pläne? Zum Schreiben bleibt mir meist nur die Zeit zwischen fünf und sieben Uhr morgens; sobald die Arbeit am Nachfolgeband von »Sturmträume« beendet ist, werde ich also erst einmal ordentlich ausschlafen!

