News – Science Fiction

Justifiers - der Aufbruch in eine neue Dimension

Freitag, 4. Februar 2011 // Science Fiction

"Das Weltall ist nicht groß genug, um zu entkommen..."
In »Collector« erzählte Markus Heitz die faszinierende Geschichte vom Aufbruch der Menschheit ins All.

Mit der »Justifiers« -Reihe wird nun das große Space Fiction-Abenteuer grandios fortgesetzt! Wir wollen die Gelegenheit nutzen, und euch in den nächsten Wochen die »Justifiers«-Romane vorstellen - exklusiv mit einem Statement der Autoren und einer Leseprobe zu jedem neuen Titel.
Den Anfang macht Christoph Hardebusch, dessen Roman »Missing in Action« die Reihe eröffnet hat.
Außerdem verlosen wir jede Woche ein »Justifiers«-Abonnement! Wenn ihr jeweils eine Frage zu den Romanen richtig beantwortet, schicken wir euch mit etwas Glück die ersten 6 Titel pünktlich zum jeweiligen Erscheinungsdatum.

Heute lautet die Frage: "Wie heißt der Konzernvertreter, der in »Missing in Action« John Owens das Leben schwer macht?"

Schreibt einfach bis zum 10. Februar eine Mail mit der richtigen Antwort an uns und gewinnt mit etwas Glück das Justifiers-Abo.

>>> Jetzt mitspielen! <<<

Und das sagt Christoph Hardebusch über MiA:

Da ich den ersten Roman in der Justifiers-Reihe schreiben sollte, stand für mich schon sehr früh fest, dass die namensgebenden Justifiers eine tragende Rolle spielen würden, ebenso das dazu gehörige Konzept der Erforschung und Befriedung fremder Planeten. Ich habe in Absprache mit Markus Heitz Konzerne, Charaktere und Schauplätze entwickelt, damit ich die mir vorschwebende Geschichte im Justifiers-Universum umsetzen konnte.
Bereits zu Beginn des Schreibprozesses fiel es mir leicht, in die Welt der Justifiers einzutauchen; als Leser war SF eine meine frühen Vorlieben, und als Autor bereitete mir der Genre-Wechsel viel Spaß. Da die Serie auf Taschenbücher ausgelegt war, hatte ich mich entschlossen, eine schnelle, actiongetriebene Geschichte zu schreiben, bevölkert von harten Justifiers, die auf einem fremden Planeten auf ein Geheimnis stoßen, das sie das Leben kosten könnte. Aber wie so vieles im Arbeitsleben beginnt die Geschichte des Justifiers-Teams nicht mit dem Kampf gegen ahumane Gefahren, sondern mit dem gegen Bürokratie und unerträgliche Vorgesetzte ...

Es drohte einer dieser Tage zu werden. John massierte sich mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel, aber die Kopfschmerzen wollten nicht nachlassen. Dass sich in dem schon engen Shuttle gut zwei Dutzend Menschen tummelten, verbesserte seine Laune nicht. Gegen sein Team und die Techniker hatte er nichts, und auch die Arbeiter, die das Shuttle mit Ausrüstung beluden, hatten in seinen Augen gute Gründe, an Bord zu sein.

Es war der Anzugträger mit seiner Entourage, der John die Kopfschmerzen bescherte, obwohl sich Simon Reinhards bislang nur lobend über alles in Sichtweite geäußert hatte. Aber John wusste, dass diese Art von Konzerndrohne Leuten wie ihm lächelnd erklären würde, wie wichtig ihre Arbeit für Stellar Exploration sei, während sie gleichzeitig die Kündigung unterschrieben. Wenigstens die Presseleute waren wieder verschwunden, nachdem sie einige Aufnahmen im Shuttle gemacht hatten.

Doch was es mit dem ganzen Auftritt überhaupt auf sich hatte, hatte John natürlich niemand erklärt. Jedenfalls war es das erste Mal, dass jemand von so weit oben der Karriereleiter herabstieg, um einem einfachen Justifier-Team vor ihrer Mission einen Besuch abzustatten.

„Und im Prinzip leben sie dann alle in diesem Shuttle, bis sie das TransMatt-Tor fertiggestellt haben?“ Simon Reinhards zeigte seine blendend weißen Zähne in einem sicherlich gut einstudierten Lächeln, das besser in eine Pressekonferenz als in die überfüllte Messe gepasst hätte.

„Ähm, nein, nicht direkt. Sir“, erwiderte John steif. „An Bord befinden sich ein Besprechungsraum, eine kleine Krankenversorgungsstation und eine Kombüse. Je nach Lage schlagen wir ansonsten Zelte auf oder versuchen, in einem der Laderäume Kojen einzurichten.“

„Kojen im Laderaum?“ Eine perfekt in Form gebrachte Augenbraue glitt in die Höhe. „Das klingt recht … nun ja, eng?“

„Sicher, Sir, aber wir haben nun mal ein Platzproblem. Das Shuttle muss durch das TransMatt-Tor passen.“ John warf einen Blick auf die schlanke Frau im Anzug, die eine vollverspiegelte Sonnenbrille trug und immer einen Schritt hinter Reinhards blieb. „Wir sind das gewöhnt, Sir. Wir sind sogar froh, Sir, denn SE schickt größere Teams als so manch anderer Konzern.“

Ein leichtes Zittern ging durch das Shuttle, als habe die Lüge die ganze Station erbeben lassen. Alarmiert sah sich John um, ebenso wie Reinhards Leibwächterin, aber der Manager ließ sich nicht aus dem Konzept bringen, sondern schenkte John ein weiteres 1000-Watt-Lächeln.

„Das ist eine sehr schöne Bestätigung unserer Konzernpolitik, bei der wir das Wohl unserer Angestellten immer im Blick haben, egal, wie schwierig die Marktlage auch sein mag. Seit fünfzehn Jahren ist Stellar Exploration ein Teil der Knowledge-Alliance-Konzernfamilie, und diese Union hat Synergien freigesetzt, deren Durchschlagskraft uns ermöglicht, ganz vorne mitzuspielen.“

Reinhards war noch nicht fertig, aber Johns Gehirn begann bereits, den verbalen Müll auszusortieren, den der Manager gekonnt verbreitete. Im Nebel der Worte nahm er noch Begriffe wie Strategische Allianz, Initiativbewegung und Ermöglichungspotenzial wahr, die er mit einem kurzen Nicken quittierte, während er eigentlich damit beschäftigt war, sich nach Bull umzusehen. Doch der große Beta war nicht zu entdecken. Vermutlich befand er sich in den Laderäumen und überwachte das Beladen. Der Sergeant war in dieser Hinsicht ein Kontrollfreak, und da John bewusst war, dass jeder noch so kleine Fehler nicht nur zum Scheitern der Mission, sondern zum Tod seiner Leute führen konnte, ließ er ihn gewähren. Just in diesem Augenblick hätte er ihn aber gern bei sich gehabt, und sei es nur, um ihm im Buzzword-Gewitter des Managers einen vielsagenden Blick zuwerfen zu können.



In der nächsten Woche wird sich dann alles um »Undercover« von Lena Falkenhagen drehen.

 

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